Hier auf dem Blog ist immer noch Weihnachtsstimmung, dabei ist schon Mitte Januar!! Wir sind am Sonntag aus den Ferien in Ecuador zurückgekommen und ich werde den Blog sofort wiederbeleben!
Wir sind also am Dienstag 25. Dezember am Morgen früh über
Lima nach Quito geflogen, wo wir am Nachmittag angekommen sind. Pascal hatte einen Tag um mit uns die Stadt
anzusehen, dann ist er mit einem Führer auf den höchsten Vulkan der Welt, den
Cotopaxi, gestiegen. Ida und ich haben unterdessen die Parks der Stadt noch
etwas besser kennengelernt auf der Suche
nach Rutschbahnen. Im botanischen Garten waren wir auch noch, wobei Ida da
geschlafen hat.
| Im Parque El Ejido kann man Velos mieten. Ida fands aber nur grad 2 Minuten lustig. |
| Orchidee im botanischen Garten |
Am Sonntag 29.12. sind wir mit dem Nachtbus weiter an die
Küste, nachdem die Busse am Tag vorher alle ausgebucht gewesen waren. Offenbar
fahren die Ecuadorianer der Stadt gerne über die Festtage an die Küste. Da war
es dann auch richtig voll bis nach Sylvester, danach hatte es fast nur noch
ausländische Touristen und davon nicht riesig viel. Zuerst waren wir ein paar
Tage in Puerto Lopez, ein verschlafenes Küstenstädtchen mit einigen
interessanten Restaurants (zum Beispiel einem richtig guten Italiener), einem
breiten Sandstrand und ein paar Tourenanbietern, die auf die Isla de la Plata und
zum schnorcheln fahren. Der Isla de la Plata sagt man auch „Galapagos für die
Armen“, weil man dort dank einem ähnlichen Klima und der Nähe zu Galapagos ein paar der Tierarten sehen kann,
die man sonst nur in Galapagos zu sehen kriegt. Zum Beispiel den Blaufusstölpel.
Eine Reise auf die Galapagos-Inseln ist aber halt wirklich nur für viel Geld zu haben, während man auf die Isla de la Plata für 20 Dollars hinkommt.Wir sind da auch hingefahren, haben aber die insgesammt 3h Bootsfahrt nicht so
genossen. Es hatte ziemlich Wellen und Ida hat auf den letzten paar Metern doch
noch gekotzt, nachdem wir alles versucht hatten, dass es eben nicht passiert.
Sonst haben wir gebadet an verschiedenen Stränden. Ida kann nicht genug
bekommen vom Wasser, den Wellen etc. Mit ganz blauen Lippen mussten wir sie
jeweils dann doch unter die warme Dusche im Hotel befördern. Die Sonne war extrem stark und deshalb waren wir froh, dass es oft bewölkt war. Es war trotzdem sehr warm, auch in der Nacht und geregnet hats fast nie.
Sylvester haben wir in Puerto Lopez verbracht. Ich hatte noch von der Busfahrt (oder ich weiss auch nicht) eine Augenentzündung und davon Kopfschmerzen. Ich habe es aber trotzdem geschafft um Mitternacht kurz aufzustehen und mit Pascal zum Meer zu laufen. Aber wirklich auch nur ganz schnell. Danach haben wir erstaunlich gut geschlafen trotz Musik und Geböllere. Wahrscheinlich waren wir es uns von Weihnachten schon gewohnt (die Peruaner knallen die ganze Nacht durch am 24.12., auch eine Art Heiligabend zu feiern, nur etwas weniger besinnlich als wir es uns gewohnt sind). Ich glaube es war Idas beste Nacht in Ecuador. Bis halb8 hat sie geschlafen. :-)
Von Puerto Lopez sind wir dann weiter mit dem Bus nach Bahía de Caráquez, ca 3h der Küste entlang hoch in den Norden. Bahía ist eine kleine Stadt und die Hotelauswahl war echt mies (oder absolut nicht in unserem Budget). 2 Nächte haben wir es in einem stickigen Zimmer mit schleimigem Boden ausgehalten, weil ich unbedingt die Mangrovenwälder noch sehen wollte, ein total spannendes Ökosystem, das offenbar Küstenregionen gegen Erosion und Tsunamis schützen kann durch die extreme Verwurzelung der Bäume. Auch haben die Mangrovenbäume (Rhizophorus ssp.) eine grosse Toleranz beim Salzgehalt des Wassers. Sie können in einem Gemisch von Salz- und Süsswasser leben, wie hier im Delta des Rio Chone, aber auch in Verhältnissen von bis zu doppelter Salinität.
| Mangroven bei Ebbe |
Nur 20 Taximinuten weiter nördlich liegt Canoa, wo wir die folgenden Tage verbracht haben. Das ist so ein aufgemotzes Pueblo, auch mit Sandstrand, und vielen Touristen. Es sollen viele Surfer hierher kommen, aber eigentlich sind die Wellen nicht so toll. Wahrscheinlich kommen vorallem die, die Angst vor kaltem Wasser haben :-). Schön warm ist es nämlich. Für Anfänger wie Pascal waren die Wellen ok, wobei es ihm tatsächlich nach 2 Tagen auch schon langweilig wurde...
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| Ida jagt Krebse |
Von Canoa aus mussten wir langsam planen, wie wir zurück nach Quito kommen. Nach etwas Geldkomplikationen (in den Hotels kann man nur bar bezahlen und es hat zwischen Bahía und Pedernales nur einen Geldautomaten in San Vicente, aber grad bei dieser Bank hat trotz "+"-Zeichen unsere Postcard nicht funktioniert...) sind wir weiter nach Pedernales. Auf dem Weg hätte es das Hotel am tollsten Ort der ganzen Küste gehabt, auf einer Klippe mit 2 total ruhigen Sandstränden auf beiden Seiten....mit einem Haken: Man kommt nur mit den Auto da wieder weg. Für die Busse, die da vorbeifahren, muss mn das Ticket schon im voraus in der nächsten Stadt gekauft haben. Super. Pedernales ist aber auch nicht so schlimm, wie überall behauptet wird und heisses Wasser im Hotel braucht man ja auch nicht, wenn man sich schon den ganzen Tag schwitzt.
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| Pedernales |
Von Pedernales aus haben wir den Bus nach Quito genommen. Die angekündigten 5Stunden Fahrt haben sich dann um so ca 3h verzögert, aber wir kommen ja aus Peru und nicht aus der Schweiz. Und die Strecke ist spannend, durch das Küstentiefland, das von der Küste weg dann immer grüner, hügeliger und ländlicher wird, dann die Cordillera mit ganz vielen Kurven (aber alles auf super Strassen!!) und dann die Sierra wenn man nach Quito reinfährt.
| Spannendes am Busbahnhof |
Am letzten Ferientag in Quito sind wir mit dem Teleférico auf 4100m hochgefahren (im Bähnli hatten wir richtig Schweiz-Gefühle:-)) und sind im Regen und Hagel noch etwas Richtung Rucu Pichincha (der eine Gipfel) gelaufen, haben dann aber aufgegeben. Gnädigerweise hat uns das Wetter dann auf dem Rückweg doch noch einen Blick durch dn Nebel auf Quito gewährt.
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| Ein bisschen wie auf dem Surenen Sommer 2012...:-) |
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| Quito |
Und am Abend haben wir in einem Restaurant namens Paléo Fondue gegessen. Urteil: die Atmossphäre mit karierten Tischtüchern etc war gut, die Konsistenz des Käses war ok, aber der Geschmack...? Übt noch ein bisschen, liebe Ecuadorianer. Aber ihr bekommt Punkte dafür, dass ihr es versucht!
| Fondue im Paléo. Die Wände sind übrigens mit Festival-Plakaten bis 1992 geschmückt. |
Das Highlight unserer Ecuador-Reise kam aber erst noch: Auf dem Heimweg vom Restaurant haben wir am Strassenrand ein kaputtes Kinderwägeli gefunden...mit intakten Rädern!! Endlich hatten wir Ersatz gefunden für das 8te Rad an Idas Wägeli, das wir vor langer Zeit mal verloren hatten. Das war also kein Fahrgenuss mehr mit nur 7 Rädern. Jetzt rollts wieder wie durch Butter. Naja, fast. Ist ja immer noch made in China.
Seit vorgestern, Sonntag 12.1.2014, sind wir wieder in Cusco, wurden mit einem heftigen Regenschauer begrüsst und am nächsten Morgen mit blauem Himmel und Sonnenschein getröstet.
Wir hoffen, ihr habt alle das Jahr 2014 gut angefangen. Und so soll es auch weitergehen!!










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