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| Ausflug zum Jahresschlussfest, das gleich im Anschluss an die Jahresevaluation stattfand |
Es ist natürlich spannend, in so viel eingebunden zu sein und Erfahrungen in der Leitungsarbeit von NGO zu bekommen, es ist aber etwas unbefriedigend, in dieser doch eher chaotischen Dynamik immer wieder mitzuspielen zu müssen. Diesen vielen Aufgaben müssten wir als Team begegnen können, in dem jeder seinen Teil zuverlässig beiträgt, die Kommunikation funktioniert, Verantwortungen und Zuständigkeiten klar sind und Planung verbindlich ist. Das ist oft nicht der Fall. Einerseits bringt die Arbeitskraft von Ernesto wirklich etwas ins Rollen, er hat Vorstellungen und packt die Arbeit an, er scheut keine Überstunden und er bringt seine Erfahrung ein. Nur wird dieser Eifer hier nicht unbedingt geschätzt, wenig ausser mir helfen ihm tatkräftig und zuverlässig mit, er wird hinter seinem Rücken oft kritisiert, was ihn selber überrascht oder eher enttäuscht. Die anderen Mitglieder vom ADI, Janet (seit Jahrzehnten im Schiff) und Juli (ebenfalls seit eh und je dabei) unterstützen Ernesto kaum, lassen ihn die Arbeit machen und werfen ihm dann vor, dass ADI funktioniere nicht als Team. Ich, als Programmverantwortlicher direkt Ernesto unterstellt, hänge da mit drin. Ich mache meine Teile so gut ich kann und glaube auch, dass ich gute Arbeit leiste (Programme sind aktualisiert und formuliert, das Capcitybuilding ist geplant und kann durchgeführt werden, die Programmsitzungen mit allen Mitarbeitern sind immer gut vorbereitet und die Kontinuität in der Programmarbeit wird geschätzt, auch das Monitoringinstrument konkretisiert sich langsam und kann im 2014 an den Projekten angewendet werden).
Grundsätzlich meine ich, dass Ernesto die wichtigen Dinge anpackt, aber das Zusammenspiel zwischen ihm und den Equipen in den Zonen und Projekten nicht gut funktioniert, weil er mit seinen Konzepten vielen zu schnell ist und zu wenig mit den anderen Abläufe und Prozesse erarbeitet. Aber, die Erarbeitung in peruanischer Manier wäre auch wieder viel zu chaotisch und zu langsam und würde kaum bessere Vorgehensweisen hervorbringen.
Die Frage also ist, wie können wir die Arbeit vom ADI legitimieren, um dann - vielleicht in anderer Zusammensetzung - verbindlich die Zusammenarbeit zu organisieren?
Meine nächsten Schritte sind weiterhin von Büroarbeit geprägt:
- Verfassen der Ergebnisse von der Jahresevaluation. Ich möchte auch an der nächsten Programmsitzung eine Zusammenfassung davon verteilen und die wichtigsten Ergebnisse und Schritte für das nächste Jahr vorstellen. Die Umsetzung dieser Schritte wird eine Herausforderung sein (Konfliktmanagement, besseres Monitoring usw.)
- Mitarbeit bei der Jahresplanung. Absprachen werden vorher nötig sein, damit diese Planung nicht zu chaotisch ausfällt.
Dann vielleicht etwas mehr im Campo:
- Durchführung der linea de Base in mindestens einer Zone. Das heisst, wir müssen spezifische Daten in Gebieten erheben, die vor Projektbeginn erhoben werden, um zu sehen, ob sich mit dem Projekt etwas verändern wird (Daten, beispielsweise im Zusammenhang mit Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft und Ernteerträge, politischer Partizipation, Genderfragen usw.).
- Das Monitoring dieser Projekte: Zielorientierte Kontrolle der Projekte, um zu überprüfen, ob es vorwärts geht.
- Einbringung in ein konkretes Bildungsprojekt in der Provinz Cusco… (das würde ich gerne, etwas mit den Menschen vor Ort erarbeiten, zum Beispiel ein Lehrerfortbildungs- oder Sensibilisierungsprojekt usw.).
Mal schauen… bin gespannt ….
PS: Renates Computer ist gerade in der Reparatur, sie wird aber demnächst wieder bloggen… Ihr Bauch wächst übrigens auffallend, wir haben Freude :-)
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| Ernesto an der Jahresevaluation |


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