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9.5.13

Wohnungssuche

Wohnungssuchende brauchen Nerven. Das ist ja auch in der Schweiz so. Wir sind jetzt hier seit ca einer Woche am suchen und haben schon einiges erlebt.
Man kann hier auf verschiedenen Weisen suchen: Einerseits sind die meisten freien Wohnung aussen am Haus angeschrieben. Man kann also einfach durch die Quartiere, die einem gefallen spazieren und sehen, was es so gibt. Andererseits gibt es die „Rueda de negocios“, eine Zeitung mit vielen Annoncen, unter anderem auch für Wohnungen. Wenn man sich dann beim Besitzer meldet, wird den Gringos offenbar ein viel höherer Preis angegeben als den Einheimischen. Netterweise hilft uns jetzt die Sekretärin von CADEP und ruft für uns an, bevor wir vorbeigehen. Allerdings war diese Strategie bisher auch nicht besonders erfolgreich.
Gestern hatten wir 5 Wohnungen auf dem Plan: Bei der ersten, war niemand da (nachdem wir sicher eine halbe Stunde nach der Adresse gesucht hatten), bei der 2ten hatte es keine Klingel und als wir dann nochmals angerufen haben, sagte die Frau, sie sei krank und könne uns nicht öffnen. Die dritte Wohnung (die in der Annonce mit besonders hell beschrieben gewesen war) hatte kein einziges Fenster, nur so einen Lichtschacht in der Mitte! Wie kann man in einer Wohnung ohne Fenster wohnen!! Dafür 100% Erdbeben-sicher, wie uns die Besitzerin versichert hat. Die 4te Wohnung war vom Ort und Platz her super, nur musste man den senilen Hund der Besitzer gerade auch noch mit-mieten. Und das letzte war sogar ein ganzes Haus, in mitten einer Familiensiedlung. Mir hätte es sehr gut gefallen, wäre nicht die Küche angeschimmelt gewesen von der Feuchtigkeit der Regenzeit und der ganze Garten voller Hundekacke.

Pascals Morgen (ich war mit Ida Urinproben abgeben)
Am Wochenende haben wir auch noch ein supertolles Haus angeschaut, das den einzigen Haken hat (neben dem Preis), dass es mehrere Kilometer ausserhalb der Stadt und weg von allen anderen Häusern steht. Von einem Schweizer Solaringenieur gebaut, hat es einen Solargrill, einen Solarofen, sonnenwarmes Wasser und erfüllt alle CH-Standards. Wir haben uns noch etwas zu unsicher gefühlt, ganz ausserhalb zu wohnen, auch falls Ida Maria mal krank ist oder einer von uns einige Tage weg ist und dann einfach niemand in der Nähe ist. Vielleicht ist es ja in einem Jahr wieder zu vermieten :-)

Die Adressen sind auch oft wirklich nicht einfach zu finden!

So machen wir uns halt morgen wieder auf die Socken und suchen weiter.

1 Kommentar:

  1. Scheint ja fast so schwierig zu sein wie in Zürich! :-) Ich drück euch die Daumen, dass ihr bald was Gutes findet! War das Haus ausserhalb, das das als "Chalet" beschrieben war?
    Gruss und Kuss!
    Anna

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