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3.5.13

Flashback Arequipa


Nachdem wir jetzt schon in Cusco angekommen sind, möchte ich euch noch schnell ein paar Orte vorstellen, die man in und um Arequipa gesehen haben sollte und die wir selber besucht haben. Natürlich gibt es noch einiges mehr zu sehen (zum Beispiel die Thermen in Yura).
1.       Sixtinische Kapelle und die Klaustren
2.       Kloster Santa Catalina
3.       Molino de Sabandia
4.       Mejia
5.       Colga-Canyon

Die Sixtinische Kapelle gehört zur Iglesia Campania, die an einer Ecke der Plaza de Armas steht, also mitten in der Stadt Arequipa. Das auffallende sind die Bilder von tropischen Pflanzen und Vögeln, die im Regenwald vorkommen. Offenbar waren hier Missionare ausgebildet worden, die später in die Selva (das Urwaldgebiet von Peru) geschickt wurden. Die Klaustren sind grad anschliessend an die Kirche gebaut und waren offenbar frühe Wohn- und Arbeitsräume von Mönchen. Sie sind um 2 Kreuzgänge angeordnet. Heute haben sich dort ganz viele Alpaka-Wollgeschäfte eingenistet. Die teureren. Ida hat dort vor einigen Tagen eine Mütze aus feinstem baby-Alpaka (die Wolle vom Bauch des Tieres) gestohlen. Hat sie angezogen und ist rausgewackelt gekommen als sei nichts gewesen. Wir haben die Mütze natürlich zurückgebracht.

Sixtinische Kapelle

Klaustren

Das Kloster Santa Catalina ist wahrscheinlich die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt Arequipa. Dementsprechend kostet es auch 35 Soles Eintritt. Es ist riesig. Nur zum 1x überall durch zu spazieren braucht man ca 2h. Man kann sich das alte Kloster anschauen, mit seinen Zellen, wo früher die Nonnen gelebt haben. Es war ein Nobelkloster, wo viele spanische Familien eine Tochter hingeschickt haben. Es war offenbar so Brauch, dass man eine Tochter in Kloster geschickt hat. Mit Vorliebe die, die zu nichts anderem taugte, für die man keinen Mann finden konnte, oder die sich ungebührend vehalten oder in den falschen verliebt hatte. Die Nonnen konnten aber auch eine Angestellte mitnehmen und hatten in ihrer „Zelle“ auch eine eigene Küche etc. War also eher ein Hotel. Eine von den unfreiwilligen Nonnen soll mal eine Leiche in ihr Bett gelegt und das dann angezündet haben um ihren Tod vorzutäuschen. Unterdessen hat sie sich aus dem Kloster geschmuggelt und ist mit ihrem Lover (wegen dessen sie überhaupt im Kloster war) nach Bolivien geflüchtet und hat dann von da aus alles gebeichtet.
Irgendwann kam dann eine strenge Äbtissin, die aufgeräumt hat mit dem bequemen Leben und wieder Klostersitten eingeführt hat.
Ausser den Klosterräumlichkeiten kann man auch noch moderne (vor allem Fotografie) und religiöse Kunst-Ausstellungen bewundern und von einer Dachterrasse hat man eine schöne Aussicht über die Puente Grau nach Cayma rüber.

Ida bewundert die religiöse Kunst im Kloster
Innenhof im Kloster Santa Catalina

Das „Molino de Sabandia“ ist eine gute Abwechslung wenn man ein bisschen genug hat und der Stadt und den Abgasen. Die alte Mühle liegt in einem Vorort vom Arequipa und wurde mit der finanziellen Hilfe einer Bank wieder in Stand gesetzt und auch der Umschwung ist sehr gepflegt. Natürlich haben vor der Mühle auch schon einige dieser Sonntags-Fressrestaurants aufgemacht, wo man unglaubliche Fleischberge konsumieren kann. Und der Glacehändler und die Taxis stehen auch bereit. Aber im Gelände selber hat man Ruhe. Im Dorf Sabandia haben wir dann noch feine Buñuelos gegessen.
Einer der 2 Mühlesteine

Von Arequipa aus ist man in ca 2h am Meer. Man fährt durch ein Wüstengebiet und muss 2500m runter. Es gibt 2 Orte, die man gut erreichen kann von Arequipa aus: Mollendo und Mejia. Mollendo hat grosse Hotelkomplexe während Mejia ein kleines Dorf ist mit Ferienhäusern. Es hat allerdings auch 2 Hostels und ganz viele Bed&Breakfasts. Schon die Reise durch diese Wüste ist sehr spannend. Plötzlich erreicht man ein Fluss-Tal und da ist es dann schlagartig grün. Es wird viel Zuckerrohr angepflanzt und die Arequipeñer nutzen den Ausflug ans Meer oft auch um Zucker ein paar Soles günstiger einzukaufen. Der Pazifik war eher wild als wir da waren und man muss sehr weit raus um wirklich schwimmen zu können. Und die Sonne brennt. Ein paar 100 Meter von Mejia hats ein Vogelschutzgebiet, wo man Flamingos sehen dann (und vieles mehr). Allerdings haben die Peruaner mitten hindurch eine Strasse gebaut (?!). Das Dorf ist sehr ruhig, mit einer grossen blauen Kirche. Man kann frischen Fisch essen …

Pazifik bei Mejia
Die blaue Kirche

Der bekannteste Ausflug, den alle Touristen gemacht haben müssen und den auch alle Tourenanbieter im Sortiment haben, ist der Colga Canyon. Er soll tiefer sein als der Gran Canyon (nämlich bis zu 3400m), bietet eine wunderschöne Landschaft mit Prä-Inka-Terrassenhängen und einen Aussichtspunkt, wo man Kondore beobachten kann. Von Arequipa aus ist es eine ca 3stündige Busfahrt nach Chivay, dem Hauptort des Tales. Man kann die öffentlichen Busse nehmen, aber die meisten Touisten gehen mit einem Tourenveranstalter, der unterwegs auch mal anhält für Photos. Schon die Reise bietet einiges: Ein Andenkamel-Reservat, einen Pass von 5900m, spektakuläre Aussichten auf die Vulkane… .Von Chivay aus fährt man nochmals 2 Stunden über sehr holprige Strassen zum Cruz del Condor. Das ist ein Aussichtspunkt am Canyon, wo es am Morgen zwischen 8 und 10 sehr gute Thermik hat. Deshalb kommen die Kondore dorthin um sich hochtragen zu lassen. Es sind nämlich sehr grosse, schwere Vögel, die lieber die steigenden Lüfte nutzen als Muskelkraft. Neben dem Kondor kann man im Colga-Tal aber auch den grössten aller Kolibris, wunderschöne traditionelle Trachten und Tänze, ganz viele koloniale Kirchen und schöne Landwirtschafts-Landschaften sehen. Das Tal ist eine der wichtigsten Gemüse- und Fruchtproduzenten der Region Arequipa (Mais, Bohnen, Kartoffeln…). 
Hochebene zwischen Arequipa und Chivay

Die Kirche von Coporaque


Tänze (für die Touristen) in Yanque

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