Am Dienstag haben sie hier in Peru für Mittwoch und Donnerstag 2 Tage Streik angesagt. Ich glaube Landesweit. Evelin kam am Dienstag und hat gesagt es sei wegen dem "Patrimonio cultural". Hier findet ihr noch ein paar mehr Infos auf deutsch. Das "Ugel", die Erziehungsbehörde, hat draufhin gleich für die 2 Tage den Schulbetrieb verboten.
Streik hier geht so: Als erstes wird irgendwo beschlossen, dass es Streik gibt und ob das Ganze auf regionaler, nationaler oder lokaler Ebene stattfindet. Das wird dann im voraus angekündigt, so dass eben dann die Schulen etc reagieren können. Am Streiktag selber gibt es dann Proteste und Umzüge auf den Strassen, Strassensperren (mit Steinen, Abfall, Ästen etc), auf die Fahrzeuge wird mit Steinen geworfen, d.h. alle Busse und Taxis verkehre nicht mehr. Deshlab werden auch die Schulen, manche Büros und Läden geschlossen. Viele Leute haben gar keine Möglichkeit mehr rechtzeitig oder überhaupt an ihrem Arbeitsort zu erscheinen. Um Verletzungen und Chaos zu vermeiden, schliesst man dann halt grad alles. Meistens kann man, wenn man jetzt unbedingt irgendwo hin muss, aber noch ÖV erwischen, wenn man vor 8 unterwegs ist. Der Streik ist nämlich zeitlich begrenzt auf die Arbeitszeiten :-), so ca vn 8 bis 5. Danach tauchen langsam wieder Autos auf, die sich einen Weg suchen um die blockierenden Steinblöcke herum.
Man kommt also an den 2 "geschenkten" Tagen nur so weit, wie man zu Fuss oder mit dem Velo gehen kann. Aber dazu stehen einem dann auch Wege offen, die man sonst nur meidet. Zum Beispiel die Avenida la Cultura, eine der grössten Strassen der Stadt, normalerweise stark befahren und gefüllt mit so schlechter Luft, dass wir da mit den Kindern möglichst nicht mal queren, geschweige denn entlanggehen. Wenn Streik ist, ist die Strasse leer, bzw. sieht man ganz andere Benutzer: Spaziergänger mit Eis in der Hand, Rollschuh- und -und -brettfahrer, unsichere peruanische Velofahrer, hier und da wird sogar ein Volleyballnetz gespannt und eine Runde gespielt. Man sieht aber auch zielstrebige Fussgänger, die ihren Arbeitsweg halt unter die Füsse nehmen. Es gibt námlich auch Arbeitgeber, die ihren Angestellen lediglich eine Stunde Puffer geben am Morgen, weil halt der Weg zu Fuss länger dauert für einige.
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| An der Tür von Idas Krippe: Das UGEL informiert |
Pascal ist die letzten 2 Tage mit dem Velo zu seinem Yogalehrerkurs gefahren. Pukllasunchis wie auch die Krippe von Ida waren zu, und Evelin konnte auch nicht kommen (zu Fuss von Ticatca aus wären das sicher 3h wenn nicht mehr). So waren wir 3 zu Hause. Hier ein paar Bilder von unseren Beschäftigungen:
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| Wasserfärblen |
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| Trottinettlen |
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| Manuel Prado Quartierspark |
Ausserdem waren wir noch Zmittagessen mit 2 Freundinnen von der Puklla, in einem für uns neuen Fischrestaurant, dem Muelle toño, im Nachbarquartier Sta Ursula und haben danach eine lange Wanderung quer durch die Stadt zu Idas Freunden Michal und Levi angetreten. Zum Glück waren da schon langsam wieder ein paar mutige Taxis auf Schleichwegen unterwegs und auf der Hälfte des Wegs konnten wir zum Wucherpreis für den Rest der Strecke einsteigen.





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