Waehrend ihr in der Schweiz euch sonnt und auf einen langen Sommer freut, frieren wir und fuerchten uns vor den kommenden Monaten. Der Winter soll ja erst kommen. Die letzten 2 Wochen waren immer bewoelkt mit wenigen Sonnenfenstern. Wenn am Morgen die Sonne schien, war sie bis Mittag, wo sie dann richtig waermen koennte, schon wieder weg. Aus den geheizten Wohnungen und Haeusern der Schweiz kann man sich gar nicht so richtig vorstellen, was ein Tag ohne Sonne fuer uns bedeutet. Die Sonne heizt ganz direkt unsere Wohnung auf. So schlecht isoliert wie sie hier bauen, haelt Waerme keinen Tag an. Wir sind also jeden Tag aufs neue auf Sonnenwaeme angewiesen. Wenn die Sonne am Nachmittag scheint, kann man bei uns im T-shirt rumlaufen und die Waerme haelt so ca bis 2 Uhr morgens an. Dann kriecht langsam die Kaelte zu den Fenstern rein, was uns aber egal ist, weil wir ja gut zugedeckt in unseren Betten liegen. Eigentlich sollte dann, wenn wir um halb 7 aufstehen, schon wieder die Sonne zum Gangfenster reinscheinen. Wenn es bewoelkt ist, bleibt es einfach kalt. Schon wenn die Aussentemperatur eigentlich nicht so tief ist, merkt man das. Also bei 16 Grad oder so. 16 Grad im Haus drin ist im Fall schon sehr ungemuetlich!! Wenn an solchen Tagen dann doch fuer ein paar Momente die Sonne kommt, ist es draussen waermer als drinnen und wir setzen uns bei uns ins Treppenhaus oder auf die Dachterrasse zum aufwaermen... Meistens ist es zumindest nachts aber kaelter als 16 Grad...
Da wundert es einen auch nicht, dass Raphael hustet und hustet und hustet. Am Montag waren wir beim Arzt: Bronchitis!! Facebook hat mich dann (wie praktisch!!) auch noch daran erinnert, dass wir vor genau 3 Jahren mit Ida 2 Wochen im Spital waren wegen Bronchitis. Wohlgemerkt, das war noch in der Schweiz. So schlagen wir uns jetzt, wie vor 3 Jahren, die Naechte um die Ohren und hoffen, dass der Husten von selbst weggeht. Da gibts naemlich fast nichts, was man dagegen machen kann.
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| Das Wetter beschert uns auch schoene Ausblicke (aus dem Fenster fotografiert) |
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| So apathisch ist uns Raphael ganz fremd |
Immerhin lernt man mit kranken Kindern die Stadt noch besser kennen. Gestern Morgen sind Raphael und ich ins Seguro um seine Sauerstoffsaettigung messen zu lassen. Das Seguro ist das Spital fuer die staatlich versicherten Personen und das bestausgeruestete Spital der Stadt. Eben auch der einzige Ort (!!), der ueber ein Sauerstoffmessgeraet fuer Kinder verfuegt. Unser Kinderarzt Dr Ferrandiz hat da 2x/Woche Dienst in den emergencias und hat uns reingeschleust, auch ohne staatliche Versicherung. Bzw, fuer Notfaelle duerfen alle rein. Es hat in der Eingangshalle sogar ein Schild, auf welchem steht, dass im Notfall alle ein Recht haben auf Behandlung. Raphaels Sauerstoff war auf 85%, was hier die untere Grenze von "normal" ist. Sehr gut angepasste und gesunde Leute kommen vielleicht auf 90%. Ich weiss jetzt nicht mehr genau, was in der Schweiz normal ist, aber man kann definitiv Werte bis 100% haben und Ida durfte mit Werten ueber 95% noch nicht aus dem Spital nach Hause. Das bedeutet ja, dass der Koerper auf dieser Hoehe, trotz Anpassung durch Bildung von mehr roten Blutkoerperchen, einfach mit weniger Sauerstoff auskommen muss?
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| Am Mittwoch war mal ausnahmsweise schoen am Morgen...bis Mittag leider schon wieder grau und verhangen |
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| Da wir dank Husten um 5 wach waren konnten wir aber die Sonne im Wohnzimmer fuer ein paar Stunden geniessen - bei einer vor-zmorgentlichen Spielrunde |
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| ...um 7 hat sich dann Ida zu uns gesellt :-) |
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