Wir haben wiedermal kein Wasser. Seit Mitte August, sei der Installation unserers Tanks auf dem Dach, war eigentlich alles gut gewesen. Manchmal hat abends der Druck nicht gereicht um den Durchlauferhitzer zu aktivieren, aber das war auch schon alles.
Jetzt ist der Tank leer, d.h. es muss schon seit einiger Zeit kein Wasser mehr geflossen sein. Die Nachbarn meinen, es sei wegen einer Baustelle in unserem Quartier. Pascal hat aber bei der Wasserversorgung angerufen und die sagen mit der Nordleitung der Stadt gäbe es ein Problem...Das fiese ist, dass eben schon Wasser fliesst, einfach zu wenig und mit tiefem Druck, so dass alle unteren Stockwerke Wasser haben, aber wir, da oben im 5ten Stock, sind die Beschissenen.
Mit 6 Leuten in der Wohnung ohne Wasser (mit Pascals Eltern sind wir 4 Erwachsene und 2 Kinder) wird das schnell kritisch. Und zwar in dieser Reihenfolge:
1. Als erstes stinkts im Bad. Das erste Problem ist die WC-Spülung. Und man kann ja auch nicht immer aufs nächste öffentliche WC rennen, wenns dringend wird!!
2. Das nächste Problem entsteht in der Küche: Berge von schmutzigem Geschirr. Eine Zeit lang kann mans stehen lassen, aber irgendwann muss man das wertvolle und mühsam 5 Stockwerke hochgeschleppte Spül- oder Trinkwasser zum Abwaschen brauchen.
3. Mit fettigen Haaren und stinkend zur Arbeit...auch nicht gerade lustig, aber nicht lebensbedrohend. Mütze zum kaschieren, mit Raphis Wickelfeuchttüchern schnell unter den Armen durch und los gehts!!
4. Trinkwasser: Das geringste Problem. Eine der 3 tiendas innerhalb von 2 Gehminuten von unserer Wohnung hat auch um 6 Uhr morgends schon geöffnet und verkauft uns noch so gerne Petflaschen-weise Wasser. Und die Flaschen kann man ja wiederverwerten als Blumentöpfe (das unterrichte ich: reducir, reusar y reciclar).
5. Waschmaschine...es gibt ja hier zumindest im Zentrum viele Wachservices. Aber wer läuft schon gern mit der schmutzigen Wäsche einer ganzen Familie durch die halbe Stadt.
Ja, jetzt hoffen wir, dass sich das Problem möglichst bald löst!! Machen können wir glaub nicht viel.
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