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18.11.13

Machu Picchu

Nach 8 Monaten Peru haben auch wir es noch geschafft, von unserem Besuch animiert, uns Machu Picchu anzusehen. Hier kommt ein ausführliche Fotoreportage:

1. Der Trip muss früh geplant und gebucht sein. Wenn man den Inkatrail oder einen anderen trail machen will natürlich noch viel früher. Wir wollten "nur" den normalen Eintritt mit Besteigung des Wayna Picchu, dem Berg nebendran. Jetzt, in der Nebensaison, hat eine Woche vorher gerade noch gereicht um einen der 600 Pässe zu bekommen. Sie lassen nur so viele Leute täglich auf diesen Berg.
Die Züge können auch ausgebucht sein oder man bekommt nur noch die teuren Panoramawagen nach 18.00 Uhr (wo man dann eben gar nichts davon hat weil stockdunkel).
Hotel war kein Problem. Der "Gringo Bill" hatte noch genug Platz :-).


2.Bis Ollentaytambo könnte man einen normalen Kombi nehmen für 10 Soles. Da wir aber 4 Personen plus Bebe waren, haben wir ein Taxi genommen. Ida hat dann schon in den ersten Kurven erbrochen. Da war es gut, konnten wir einen kurzen Stop einlegen.
Zwischenhalt in Ollentaytambo

Hier ist der Frühling schon etwas fortgeschrittener.

3. Dann gings weiter mit dem Zug. Die Zugfahrt ist richtig schön, auch wenn man fast nicht vom Fleck kommt. Ich fand es toll wieder einmal in einem Zug zu sitzen. Das Dieselgefährt holpert und rattert und stösst schwarze Rauchwolken aus....und fährt immer tiefer runter. Von 2792m ü. M. auf  2040m. Die Vegetation, die in Ollentaytambo noch recht alpin ist, wird immer dichter und grüner und die Luft immer feuchter. Neben dem Zug türmen sich riesige Berge. Die Schnee -bedeckten Spitzen konnte man manchmal nur durch die Dachfenster sehen. Ich finde die Fahrt lohnt sich, auch wenn sie wirklich unverschämt teuer ist.


 4.  Nach anderthalb Stunden hiess es dann plötzlich "aussteigen". Wir waren nicht vorbereitet, da die offizielle Fahrtzeit 2h ist. Aguas calientes ist ein ganz komischer Ort. Man muss zuerst durch einen riesigen Touristenmarkt, wenn man zum Zug aussteigt. Das Dorf ist in den letzten 30 Jahren extrem gewachsen und versucht verkrampft den riesigen Touristenströmen gerecht zu werden. Die Besitzer vom Gringo Bill's, unserem Hotel, haben gesagt, vor 20 Jahren hatte es 3 Hotels mit je ca 6 Betten. Heute können da alle MachuPicchu Besucher übernachten, d.h. wohl über 1000 Leute pro Tag (?). Im Parterre der nicht fertiggebauten Häuser hats "Lounges" und vornehme Latte macchiato Cafés. Daneben ist das Flussbett voll mit Abfall...
Agues calientes
Unser Hotel war eigentlich ganz gemütlich und persönlich trotz den vielen Touristen, die hier vorbeikommen. Nur leider war der angekündigte Whirlpool in Reparatur. Ida hat sich noch per Fussabdruck auf der frischgemalten Schwelle verewigt. Wer also da mal vorbeikommt: sucht einen Fussabdruck Grösse 22!!

5. Am nächsten Morgen sind wir nach einem feinen (ausser dem Kaffee) Zmorge losmarschiert, dem Fluss entlang Richtung Machu Picchu. Das sind ca 20 min flach auf den Bahngleisen oder der Strasse, dann über die Brücke und ca 1h den Berg hoch.

1. Teil der Wanderung: auf den Bahngleisen...
2. Teil, den Berg hoch
mit viel zu sehen:

Aussicht auf die andere Seite
 Endlich oben angekommen erwartet einen ein Bild wie auf dem Harder:

Ida hats verpennt

Erinnert die Form dieser Berge, vor allem wenn man den Zug im Tal beachtet, sonst noch jemanden an ein bekanntes Kinderbuch?? Aussicht vom "Harder". Nicht ganz Interlaken, aber auch schön.
Hier steigen die Leute zwar nicht aus dem Bähnli, aber aus hunderten von Bussen, die knallvoll im Minutentakt zwischen Aguas calientes und dieser Station verkehren. Wenn man aus dem friedlichen Wald kommt, schon ein bisschen ein Schreck. Von hier aus muss man nur noch durch den Eingang, Pass und ticket präsentieren und voilà:

Erster Blick auf das neue Weltwunder

6. Wir mussten dann gleich weiter, zum Eingang des Wayna Picchu (der Berg hinten rechts im letzten Bild). Da lassen sie "nur" 600 Leute pro Tag hoch und mann muss dann zur angegebenen Zeit d auftauchen, sonst verfällt das Ticket. Also haben Edith, Pascal und ich den Gipfel gestürmt, während Mami und die schlafende Ida in einer Inkaruine Pause machten.

Pardon, Mami, Ida und Hildi haben Pause gemacht

Aussicht vom Wayna Picchu auf Machu Picchu. Links sieht man die Strasse, auf der die Busse hochkommen.



Abstiegsstau

7. Danach haben wir uns natürlich auch noch ein bisschen Machu Picchu selber angesehen. Wir haben uns vorgenommen, später alles historische nachzulesen, da uns die Stimmung mit diesen Touristenmassen nicht so gut gefallen hat. So haben wir alles gut angeschaut und sind dann gegangen. Vielleicht kann ich den Historiker Pascal dazu bewegen, dass er mal noch einen ausführlichen Bericht über den Hintergrund schreibt. So ist nämlich unsere Arbeitsaufteilung. Er weiss die Fakten und ich mache die Photos:-)

Kondertempel?

Das Wächterhaus
Der Weg hinten ist wohl der Inkatrail? Vorne ein heiliger Opferstein.
Sonnentempel

Im Tempelviertel. Idas Kommentar zum Bild: "Luschtig!"

Und zum Schluss noch die klassische Ansicht


1 Kommentar:

  1. Das ist der Link von dem Zeitungsartikel:
    http://www.zeit.de/2013/41/ausstellung-peru-inka

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