Im Moment sind wir ja noch für ein paar Wochen hier in
Arequipa um Spanisch zu lernen und uns ein bisschen an die Höhe zu
gewöhnen. Wir gehen ja 4h pro Tag in die
Schule, Pascal am Morgen und ich am Nachmittag, während der andere zu Ida Maria
schaut.
Wir sind als Familie in einer Gastfamilie untergebracht, was auch hier eher ungewöhnlich ist. Offenbar war es gar nicht einfach jemanden zu finden, der gleich uns alle 3 nimmt. Für das Lernen der Sprache bringt es aber schon sehr viel in einer Gastfamilie zu wohnen. Die ganzen Sprach-Übungs- Situationen werden quasi an einen herangetragen und man muss nicht wie in der Bez im Franz so Konversationen nachspielen. Sie nehmen uns auch mit auf den Wochenmarkt und haben uns letzte Woche auch mit Ida Maria zum Arzt gefahren mit ihrer Grippe. Und jetzt eben – wer sind sie?
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| Alfredo, Pamela, Rafaela, Fabiana, ich und Ida auf einem Aussichtsturm vor der Stadt Arequipa |
Die Familie Valdivia-Rodriguez besteht aus Mutter Pamela,
Vater Alfredo und den beiden Töchtern Fabiana (8) und Rafaela (4). Pamela ist
etwa gleich alt wie ich, Alfredo etwa so wie Pascal. Die Mädchen gehen beide
ins „Colegio“, also in die Schule, Pamela arbeitet auf einer Bank im Zentrum
von Arequipa und Alfredo ist Biologe und arbeitet einerseits fürs
Gesundheitsministerium in der Bekämpfung von Nagetieren und
Insektenschädlingen, andererseits macht er Geschäfte mit Minen (?!?!?). Die
Familie hat eine Eigentumswohnung in Cayma (einer der besten Stadtteile). In der
wohnen wir jetzt. Pascal, Ida Maria und ich haben ein Zimmer (Bild) und ein Bad
für uns und können Wohnzimmer, Küche und Waschküche mitbenutzen. Allerdings
kochen wir nicht selbst sondern bezahlen für Vollpension. Pamela kocht echt
gut, mit viel Gemüse und immer frischer Fruchtsaft zum Zmorgen. Nur mit dem
ewigen Reis könnte ich so meine Probleme bekommen. Auch noch ein bisschen zur
Familie gehört Señora Fortunata, die jeden Tag von ca 3 bis halb8 hier ist und
auf die Mädchen aufpasst.
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| Unser Zimmer |
Die beiden Mädchen sind wirklich sehr herzig und ganz
unterschiedlich. Fabi ist sehr ruhig und überlegt, während Rafa schon ein
ziemlicher Wildfang ist. Ida liebt Fabi (kann auch schon „Fabi“ sagen). Rafa
kann sie auch innigstens umarmen, die beiden geraten sich aber auch ab und zu
in die Haare. Heute hat Ida Rafa in den Bauch gekniffen und Rafa will ihr deshalb
erst morgen wieder einen Gute-Nacht-Kuss geben.
Die letzten beiden Wochenenden haben sie mit uns Ausflüge
gemacht, uns Orte gezeigt. Wir haben es also echt gut hier. Trotzdem freuen wir
uns dann in einem Monat auch mal eine eigene Wohnung zu haben mit unseren
eigenen Gewohnheiten und unserer eigenen Ordnung :-).


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