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17.3.13

Essen - erster Teil


Essen ist ja sehr wichtig hier in Peru. Man spricht auch viel darüber (wenn man sonst nichts mehr zu diskutieren weiss, gibt es immer noch das Essen). Die hermanas doroteas in dem Schwesternhaus in Lima fanden immer, dass wir viel zu wenig essen. Und bewunderten Ida Maria für ihre  Ess-Fähigkiten und ihre Ess-Lust. Auch hier in Arequipa steht die ganze Familie begeistert daneben, wenn Ida isst und alle wissen was „ässe“ heisst.  (Wenn sie Hunger bekommt, rennt Ida durch die ganze Wohnung und ruft „ässe, ässe ässe“. Pamela, die Mutter in unserer Gastfamilie, will auch immer ganz sicher wissen, ob es uns geschmeckt hat und auch wirklich "muy rico" schmeckt, wie wir dann 10x versichern.
Bisher hat mir auch wirklich alles ziemlich gut geschmeckt und meine Verdauung hat sich noch nicht beklagt. Ein bisschen Mühe habe ich damit, dass sie schon ganz früh morgens (zwichen 6 und 7!!) ihren Reis mit Knoblauch anbraten. Danach riecht dann die ganze Wohnung. Den Reis essen sie zum Frühstück. Für uns machen sie aber Eier oder Avocado oder fritierte Bananen. Und Brot gibts auch.

Ein paar typische Peruanische Gerichte zum Zmittag oder Znacht, die wir schon kennengelernt haben, sind:



Aji de Gallina: ist ein Gericht aus gelben Peperoni und Poulet. Man macht so eine Sosse aus den Peperoni, zerreisst das Huhn und tut es da rein. Diese Sosse giesst man über die mehligen gelben Kartoffeln (papa amarilla), die es hier gibt und ein paar Blätter Eisbergsalat. Dazu gibt es noch Ei.
Papa amarilla - die mehlige Kartoffel
Rocotos rellenos, Caygua rellena: Sind gefüllte Gemüse. Rocoto ist eine Peperoni, scharf, Caygua ist ein Gemüse das zu den Gurkengewächsen gehört, das es aber bei uns nicht gibt (siehe Bild).

Aroz chauffa (eigentlich chinesisch): ist fritiierter Reis mit verschiedenen Gemüsen, verschiedenen Fleischen und Wursträdli

Lomo saltado: ist ein Gericht mit geschnetzeltem Rindfleisch, Kartoffeln ähnlich wie Pommes frites zubereitet, Tomaten und Zwiebeln. Es wird meist mit Reis serviert.

Hier in Arequipa (und evt auch in andern Teilen Perus) stehen sie voll auf Ceviche. Mir hat mein Spanischlehrer Henry aber heute empfohlen noch mindestens 2 Wochen zu warten mit dem probieren von rohem Fisch-Geschnetzeltem, weil sich unser Magen und Darm nur langsam an alle neuen Mikrooranismen gewöhnen kann. Normalerweise wird es mit speziellen Krätermischungen gewürzt und mit der südamerikanischen Zitrone (sie versichern einem, dass diese ganz anders schmeckt als die europäischen) beträufelt.

Das grüne rechts sind Caiguas.


Mich begeistert am Peruanischen Essensangebot aber vorallem die Auswahl an Früchten. Die Früchteabteilung in den Supermärkten ist riesig und auf den Märkten kriegt man offenbar noch viel mehr . Ausser den uns bekannten Äpfeln, Mangos, Melonen, Papayas, Maracuyas, Orangen und Zitronen gibt es riesige und munzige Bananen, Sternfrüchte, Limas, Lucmas, Chirimoyas, Aguajes, Umaris, Caimitos, Tunas, Granadillos, Pepinas und Nonis. Und sicher noch ganz viele mehr, von denen wir noch nicht einmal gehört haben. Probiert haben wir natürlich auch noch längst nicht alles. Ich freue mich im Moment noch ganz beschieden an verschiedenen Mangos. Sie sind wirklich fast so gut wie die, die mein Prof in Israel jeweils aus seinem Garten mitgebracht hat. Ich hoffe, dass wir morgen mit zum Wochenmarkt fahren können und uns das alles mal anschauen können. Ich glaube, die Auswahl an Gemüse (auch viel unbekanntes) ist ähnlich gross.
Wenn ich mich ein bisschen besser auskenne, mache ich dazu mal einen längeren Beitrag.

Das alles ist ja super. Aber heute gab es Leber - Riesenstücke!!!! - und Pascal und ich gaben uns alle Mühe nicht unhöflich zu sein. Pascal mit mehr als Erfolg als ich, aber ich denke mir ist es dafür wohler gerade. :-)

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