Heimreise
Wir sind am 22. Januar mit 9 grossen Koffern, 3 Handgepäckskoffern und einigem mehr in Lima zum Flughafen gefahren. Dort hat uns zum Glück ein Kofferpacker mit seinem Wägeli zum Check-In gefahren. Wir mussten jedes Gramm Übergepäck restlos bezahlen:-(
Danach ging aber eigentlich alles glatt. Wir bekamen einen zusätzlichen Sitzplatz für Raphael (wir hatten ja eigentlich nur 3), eng wurde es aber trotzdem, als sich beide Kinder hingelegt hatten. Am Morgen gings so schnell, dass es nicht mehr reichte für Zmorgen. Wir mussten quer durch den Bahnhof Madrid rennen um den Anschluss zu erwischen und das, obwohl wir eine halbe Stunde zu früh gelandet waren. Hungrig im Flugzeug (für uns ohne Zmorgen, für die Europäer ohne Zmittag) hat Ida als erstes erbrochen. Und sehr schnell waren wir in Zürich.
Immer noch ohne Zmorgen, abends um 6, wurden wir von einem ganzen Trupp lieber Menschen am Flughafen abgeholt. Da hatte es auch gleich ein leeres Restaurant, wo wir es und gemütlich gemacht haben. Es ging keine 10 Minuten und Ida und Raphael spielten mit ihren Cousins und den andern Kindern...
Danach musste das Gepäck auf 3 Autos aufgeteilt werden. Irgendwo fuhren wir auch noch mit, Autositze waren organisiert. Wir wurden wirklich sehr herzlich und hilfsbereit empfangen.
Am nächsten Tag haben wir bis 13 Uhr geschlafen.
Heimkommen
Es war superschön anzukommen. Die lieben Leute, die auf uns gewartet haben, Ida und Raphael, die sich sofort whl gefühlt haben, alle, die sich in den drauffolgenden Tagen bei uns gemeldet haben. Pascals Eltern haben uns versorgt mit allem nötigen und mehr, meine Eltern kamen mehrmals nach Uri um uns zu sehen. Wir haben viel erzählt und zugehört.
Aber natürlich haben hier alle ihr Programm (Schule, Arbeit etc) und die Agenden sind voll bis Ende Jahr (krass!!). Für mich hat es sich auch nicht wirklich wie "daheim" angefühlt, solange wir bei Pascals Eltern wohnten. Mehr wie tolle Ferien. Aber ich habe mich schon auch auf den Alltag gefreut. So wirklich haben wir den wohl immer noch nicht. Aber sowas wie eine Routine haben wir gefunden. Pascal und ich können beide Teilzeit für Pascals Vaters "Büro für Geschichte und Archiv" arbeiten und verdienen so unseren Lebensunterhalt. In der Schweiz kann man nämlich nicht sehr lange ohne Lohn überleben :-/. Dienstags und Freitags sind die Kinder bei den 2 Grossmüttern untergebracht.
Organisationsirrsinn
Wir wohnen unterdessen in einer gemieteten Wohnung (die ersten 2 Wochen wohnten wir bei Pascals Eltern). Wir sind bei der Gemeinde Altdorf angemeldet (inklusive neuem Heimatschein etc) und unser Auto ist wieder bei uns und hat ein Urner Nummernschild. Dank Freunden und Verwandten haben die Kinder Winterkleider und Ida sogar gemietete Skis. Nur ich laufe immer noch in den Halbschuhen rum. Aber der Schnee ist ja auch fast weg. Wir haben wieder Telefone und Handyverträge und bald wohl auch einen Fernseh- und Internetanschluss. Da brauchen wir immer noch den vom Nachbarn. Raphael haben wir in verschiedenen Büros jetzt auch als Schweizer gemeldet. Er ist ja zum ersten Mal hier. Wir haben neue Kreditkarten (die Post hat sie uns ja im Ausland nicht mehr erlaubt), Cumulus und Supercard, den "verlorenen" Führerschein ersetzt Bibliotheksausleihkarten gemacht, sogar für Ida. Selber unterschrieben!
Was uns jetzt noch fehlt sind Jobs, Kita und ein normaler Alltag :-)
Schweiz
Viele Dinge geniessen wir wirklich hier. Wir sind viel draussen, velölen mit Ida am See, gehen Skifahren und Skitürelen in den Bergen. Gehen joggen im typischen Schweizer Winterwetter (grau-braun und nass :-)) und manchmal auch bei Sonnenschein. Die Luft ist super, die Autos stinken (fast) nicht, aber Zugfahren ist ja auch noch 10x toller und seit Sonntag haben wir Sommerzeit und bis 8 Uhr abends hell!! Die Kinder lieben ihre Cousins, die Grosseltern und Gotte/Göttis und geniessen es Zeit mit ihnen zu verbringen. Es hat an jeder Ecke einen Beck mit einer grossen Auswahl an verschiedenen Vollkornbroten, es gibt Biogemüse und -Früchte und die Mövenpickschoggiglace ist einfach nicht zu übertreffen. Bei uns zum Fenster raus sieht man den Gitschen (im Morgenrot, in der Mittagssonne, Nebel-verhangen oder manchmal auch gar nicht) und links raus den Bristen, eine Kuhweide mit Hochstämmern, einen blühenden Pflaumenbaum und ein altes Bauenhaus. Die warmgewaschenen Kleider erstrahlen in neuem Glanz und die Abwaschmaschine ist purer Luxus (und auch schon wieder normal). Dem Menuplan sieht man auch noch an, was wir vermisst haben: Wähen sind hoch im Kurs (man kann ja wieder Teig kaufen, Dinkel- und Vollkorn- etc), Raclette und Fondue, verschiedene Salate, Fenchel.....etc
| Es schneit! |
| Flüelen am See, Patos füttern |
| Skifahren Realp |
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| Blick zum Wohnzimmerfenster raus |
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| Joggingstrecke See |
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| Frühlingsblumen, Leberblüemli (Jahreszeiten!!) |
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| Joggingstrecke Nussbäumli (im Wald hoch) |
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| Skitour auf den Pazzolastock |
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| Eiersuchen mit den Cousins |
| Voll in Fahrt mit den anderen Cousins |
Und doch vermissen wir Peru. Die Leute (euch vermissen wir sehr!!), die Stadt, das Teil einer fremden Welt sein. Ida als total normale, blonde, Cusqueña. Cusco ihre Welt. Eine Zeit, die nie zurückkehren wird. Vielleicht gibts doch bald mal Ferien in Peru?:-) Wir warten aufs nächste KLM-WOW-Angebot...Auf jeden Fall heissen wir Ende Mai schon den ersten Besuch aus Cusco hier willkommen: Ernesto und Martha!
Dies war nun unser letzter Post in diesem Blog. Unser Abenteuer ist vorbei und wir leben wieder ganz gewöhnlich in der Schweiz (was uns manchmal auch ganz schön herausfordert :-)). Was aber bleibt sind die Photos der Kinder auf picasa. Wenn ihr den link noch nicht habt und gerne reinschauen würdet, meldet euch bei mir.
Danke für euer Interesse an unserem Abenteuer und all eure lieben Rückmeldungen in den letzten 3 Jahren!!










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