| Wolken über dem Colegio...,wenn die Sonne scheint, kann man fast nicht draussen sein. |
... in Abwechslung mit Stürmen, Regen, starken Winden etc.
Letzten Samstag, auf dem Heimweg vom Kinderarzt mit Rafi, hats plötzlich angefangen zu hageln. Aber richtig plötzlich!!! Wir konnten nur noch knapp in die nächste tienda reinhüpfen....Danach war auf dem Trottoir knöcheltief Hagel-Wassermischung, so dass ich mit dem Kinderwagen fast nicht durchkam. Ausserdem haben alle Häuser hier ihre Dachabflüsse direkt aufs Trottoir, so dass man auch von oben immer doppelt nass wird. Ganz praktisch. Mit dem Kinderwagen durch die kalten Fluten, von oben geduscht...., Raphael mit Ohrenentzündung, Beine in einem Plastiksack, Guetzli in der Hand, Dach runtergezogen.....War eine Erfahrung:-)
Was wir auch hören hier aus der Region, ist dass die Saaten zu wenig Regen bekommen und so austrocknen. Was die Dürreperioden überlebt, wird dann in der nächsten Hagelattacke zunichte gemacht.
Daneben hat el niño aber auch unerwartete, zum Teil sogar schöne, Auswirkungen. Hier ein paar Beispiele:
1. Die Atacamawüste blüht! Offenbar stand das sogar im 20min. Es ist unglaublich. Da wo sonst nie ein Regentropfen hinfällt, nie ein Samen keimen kann, regnet es dieses Jahr mehr als in den letzten 50 Jahren und es explodiert die ganze angesammelte Samenbank (seed bank, so nennt man die Samen, die im Boden sind und warten bis sie keimen können/wollen) von 50 Jahren und die Wüste ist plötzlich violett-weiss-gelb.
| So sieht es da normalerweise aus... |
Ich war natürlich nicht selber da, aber Spiegel Online hat eine schöne Bildstrecke publiziert. Und auch sonst findet man viel dazu im Netz.
2. Habitate verschiedener Tiere verschieben sich, so wie zum Beispiel das der Seeschlange. Sie braucht warmes Wasser zum leben, wie sie es normalerweise in tropischen Teilen des pazifischen und indischen Ozeans findet, und ist extrem giftig. In Kalifornien haben sich die Wassermassen bedeutend erwärmt und die Seeschlange fühlt sich da immer wohler...nicht zur Freude vieler KalifornierInnen. Der Spuk soll mit el niño dann aber im Frühling auch wieder zu Ende sein.
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