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9.7.15

Arbeit im Juni



Pascal:
Der Monat Juni bei CADEP war eher umspektakulär. Bei den Programmsitzungen habe ich die Positionen zu aktuellen Themen entwickelt und diskutiert. Wie immer war es anstrengend, die Leute bei der Stange zu halten, doch wir haben Resultate. Gut war der Anlass zur Verbesserung der Kommunikation. Ich habe verschiedene Gruppen Theater aufführen lassen, als Negativbeispiele für die in der Jahresevaluation 2014 Aspekte einer guten Kommunikation. Danach listeten wir sozusagen als Massnahmenkatalog auf, wo wir uns konkret verbessern können. Jetzt wäre es wie immer an der Direktion und den Koordinatoren, etwas umzusetzen. Aber wie ihr wisst, bleibt das meistens aus. Ich habe auf jeden Fall meine Arbeit getan. Im Bildungsprojekt machen wir uns Gedanken für unseren Beitrag an ein Buch, das im März 2016 heraus kommen soll. Ich möchte etwas schreiben über die Geschlechtergleichtheit/ungleichheit im Bildungswesen von Peru. Die dazu nötigen Informationen möchte ich von den LehrerInnen der verschiedenen Schulen, wo ich Lehrerfortbildungen zu diesem Thema anbiete. 

Mein vorrangiges Ziel im Juni war aber ein informativer Rundbrief zu schreiben, der das komplexe Thema "Bergbau" differenziert aufgreift und doch meine Meinung klar widerspiegelt, ohne zu moralisieren. Eigentlich hätte ich mir mehr Rückmeldungen dazu gewünscht, ich verstehe aber, dass die Hitzewelle in der Schweiz andere Prioritäten nahe legt (Schwimmen, Berge, Eis essen) :-) 

Jetzt bereiten ich und Ernesto die Halbjahresevaluation zu Projekten, Monitoreo und Programmarbeit vor. Wir haben einen externen Berater. Ich habe mich etwas aufgedrängt, damit dieser gut über unsere Arbeit informiert ist. Ernesto hatte nämlich Ferien und Carmen hätte ihm nicht gut Bescheid über unsere Prozesse geben können. Ich habe mich da gut durchgesetzt.   

Renate:
Eigentlich war im Monat Juni alles andere wichtiger als die Arbeit. Wir haben geübt für den Tanz auf der Plaza, ich war ständig beim Zahnarzt oder habe irgendwelche Extraaufträge für die Krippe ausgeführt.
An der Puklla habe ich wie immer Dienstags Lourdes im Taller de plantas medicinales geholfen. Die Regenzeit ist jetzt definitiv vorbei und viele Pflanzen sind am austrocknen. Deshalb waren wir mit den SchülerInnen noch viel am Pflanzen sammeln. Diese haben wir dann 1-2 Wochen später pulverisiert oder zerkleinert für die Weiterverarbeitung. Mitte Juli steht wieder ein cierre de talleres an, wo die Produkte verkauft werden. Dann muss alles fertig sein.
Das Projekt Biologieunterricht habe ich aufgegeben. Die Kommunikation und Koordination mit der Biologielehrerin funktioniert einfach nicht. Ich habe ihr ein paar Mal noch etwas vorbereitet und geschickt, aber nichts gehört, ob sie es dann brauchen konnte, auf Fragen per mail hat sie nicht geantwortet und abmachen per Telefon oder direkt geht auch nicht. Naja, habe ich wieder mehr Zeit für anderes.
Ich bin dafür wieder mehr am Inventario, habe fast alle Informationen gesammelt, die ich in der Literatur finden kann. Jetzt muss ich mit den Leuten abmachen, die mehr zu andinen Nutzungsweisen der Pflanzen wissen. Das wird wohl schwieriger, immer wenn man von jemandem abhängt…
Spezielle Anlässe waren nur der día del medio-ambiente (siehe separater Beitrag) und die Huatia und Cierre de la Kuska, zu der schon etwas im anderen Juni-Beitrag steht. Der Juni war also eigentlich auch bei mir nichts besonderes…

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