Pascal:
Der
Monat Juni bei CADEP war eher umspektakulär. Bei den Programmsitzungen
habe ich die Positionen zu aktuellen Themen entwickelt und diskutiert. Wie
immer war es anstrengend, die Leute bei der Stange zu halten, doch wir haben
Resultate. Gut war der Anlass zur Verbesserung der Kommunikation. Ich
habe verschiedene Gruppen Theater aufführen lassen, als Negativbeispiele
für die in der Jahresevaluation 2014 Aspekte einer guten Kommunikation.
Danach listeten wir sozusagen als Massnahmenkatalog auf, wo wir
uns konkret verbessern können. Jetzt wäre es wie immer an
der Direktion und den Koordinatoren, etwas umzusetzen. Aber wie ihr wisst,
bleibt das meistens aus. Ich habe auf jeden Fall meine Arbeit getan. Im
Bildungsprojekt machen wir uns Gedanken für unseren Beitrag an ein Buch, das im
März 2016 heraus kommen soll. Ich möchte etwas schreiben über die
Geschlechtergleichtheit/ungleichheit im Bildungswesen von Peru. Die
dazu nötigen Informationen möchte ich von den LehrerInnen der
verschiedenen Schulen, wo ich Lehrerfortbildungen zu diesem Thema
anbiete.
Mein
vorrangiges Ziel im Juni war aber ein informativer Rundbrief zu schreiben, der
das komplexe Thema "Bergbau" differenziert aufgreift und doch meine
Meinung klar widerspiegelt, ohne zu moralisieren. Eigentlich hätte ich mir mehr
Rückmeldungen dazu gewünscht, ich verstehe aber, dass die Hitzewelle in der
Schweiz andere Prioritäten nahe legt (Schwimmen, Berge, Eis essen) :-)
Jetzt bereiten ich
und Ernesto die Halbjahresevaluation zu Projekten, Monitoreo und Programmarbeit
vor. Wir haben einen externen Berater. Ich habe mich etwas aufgedrängt, damit
dieser gut über unsere Arbeit informiert ist. Ernesto hatte nämlich Ferien
und Carmen hätte ihm nicht gut Bescheid über unsere Prozesse geben können. Ich
habe mich da gut durchgesetzt.
Renate:
Eigentlich war im Monat Juni alles andere wichtiger als die Arbeit. Wir haben geübt für den Tanz auf der Plaza, ich war ständig beim Zahnarzt oder habe irgendwelche Extraaufträge für die Krippe ausgeführt.
Eigentlich war im Monat Juni alles andere wichtiger als die Arbeit. Wir haben geübt für den Tanz auf der Plaza, ich war ständig beim Zahnarzt oder habe irgendwelche Extraaufträge für die Krippe ausgeführt.
An der Puklla
habe ich wie immer Dienstags Lourdes im Taller de plantas medicinales geholfen.
Die Regenzeit ist jetzt definitiv vorbei und viele Pflanzen sind am austrocknen.
Deshalb waren wir mit den SchülerInnen noch viel am Pflanzen sammeln. Diese
haben wir dann 1-2 Wochen später pulverisiert oder zerkleinert für die
Weiterverarbeitung. Mitte Juli steht wieder ein cierre de talleres an, wo die
Produkte verkauft werden. Dann muss alles fertig sein.
Das Projekt
Biologieunterricht habe ich aufgegeben. Die Kommunikation und Koordination mit
der Biologielehrerin funktioniert einfach nicht. Ich habe ihr ein paar Mal noch
etwas vorbereitet und geschickt, aber nichts gehört, ob sie es dann brauchen
konnte, auf Fragen per mail hat sie nicht geantwortet und abmachen per Telefon
oder direkt geht auch nicht. Naja, habe ich wieder mehr Zeit für anderes.
Ich bin
dafür wieder mehr am Inventario, habe fast alle Informationen gesammelt, die
ich in der Literatur finden kann. Jetzt muss ich mit den Leuten abmachen, die
mehr zu andinen Nutzungsweisen der Pflanzen wissen. Das wird wohl schwieriger,
immer wenn man von jemandem abhängt…
Spezielle
Anlässe waren nur der día del medio-ambiente (siehe separater Beitrag) und die
Huatia und Cierre de la Kuska, zu der schon etwas im anderen Juni-Beitrag
steht. Der Juni war also eigentlich auch bei mir nichts besonderes…
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