Es gibt doch einen Harry Potter Film, der mit dieser Nachtbus-Fahrt anfängt. Manchmal erinnert mich eine Stadtfahrt hier immer noch an diesen Film: Sie fahren so schnell sie können, müssen auch oft voll auf die Bremse, wechseln die Spuren ohne Blinker, es wird gehupt, gewinkt, geflucht...:-). Leider fehlt in unseren Kombis hier dieser "Schmal-mach-Hebel". Brauchen könnte man ihn nämlich schon.
Die Busse sind nicht mit dem Fahrtziel angeschrieben, sondern haben Namen. Der, der direkt zur Calle Saphi fährt, wo die CADEP ist, heisst "Los Leones" und hat vorne einen Löwen abgebildet, was Ida zum Löwengebrüll veranlasst beim Einsteigen. Sonst heissen sie nach Superhelden ("Batman" und "Zorro"), Heiligenund eben der stinkende Regenbogen, der Id morgends zur Krippe bringt.
| Das sind jetzt Vertreter der neueren Generation der Kombis hier. |
Eine Busfahrt in der Stadt kostet 70 centimos (ca 25 Rappen), die man dem "cobrador" direkt bezahlt. Der "cobrador" ist eine Person, die ausser dem Chaufför noch mitfährt, in der Tür steht, die Türen auf und zu macht an den Haltestellen, dann immer auch allen Leuten an der Haltestelle laut zuruft wo es hingeht, und die Leute antreibt beim ein- und aussteigen: " Baja, baja, baja, sube, sube sube!!!". Und eben, das Geld einzieht (auf spanisch cobrar, deshalb "cobrador"). Tickets gibts nicht, aber ich habe noch nie erlebt, dass es nicht klar war, wer bezahlt hat. Obwohl die Busse, wie gesagt, immer bumpsvoll sind. Manchmal hängen die zuletzt eingestiegenen noch halb zur Türe raus. Aber mit Bebe dabei darf ich fast immer sitzen (und Ida wird ja hier immer noch als Bebe bezeichnet).
Für längere Fahrten zwischen Städten, gibt es grössere, zum Teil auch bessere Busse oder Cars, wie zum Beispiel von der Busgesellschaft Cruz del Sur. Die kosten dann auch etwas mehr und man kann die Sitze runterklappen. Viele lange Fahrten übers Land werden aber auch mit diesen alten Kombis gemacht und von den vielen Unfällen wird glaub in der Schweiz besser berichtet als hier in Peru selbst.
In der Stadt habe ich aber eigentlich keine Angst, habe auch noch nicht viele Unfälle gesehen. Nur so Studien wie diese darf man nicht lesen, wenn man täglich entlang der Avenida la Cultura unterwegs ist.

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