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17.10.13

Cochenille - Schildläuse für ein gutes Taschengeld

Kürzlich hat uns eine CADEP-Mitarbeiterin, die in Schulen arbeitet, erzählt, dass in einer Schule einer ländlichen Gemeinde bei den Schülern sehr viel Geld gefunden worden sei. Man hatte, weil dem Lehrer die 30 Soles für eine Reise nach Cusco aus der Tasche weggekommen waren, die Rucksäcke der SchülerInnen durchsucht und dabei viel höhere Summen gefunden. Aber woher kam das Geld?
Die Schildlaus Dactylopius coccus lebt auf Opuntien. Der rote Farbstoff wird erst sichtbar, wenn man die Tiere zerdrückt.

Offenbar hatten die SchülerInnen auf dem Schulweg Cochenille-Schildläuse gesammelt, diese dann getrocknet und verkauft. Die Läuse enthalten einen roten Farbstoff namens Karmin (oder eben auch Cochenille), der auf der ganzen Welt zur Färbung von Lebensmitteln, Stoffen und Schminken verwendet wird. Die Farbe des Campari war zum Beispiel früher natürliches Karmin. Gerade habe ich zu dem Thema noch diesen Artikel aus dem Jahr 2012 gefunden :-). Etwas abgeändert kann man Karmin auch als Lack verwenden. Unterdessen kann Karmin auch synthetisch hergestellt werden und wird in Europa offenbar unter dem Namen E120 ud E124 auf Verpackungen angegeben.

So sehen die Läuse getrocknet aus

Hier kann man auch getrocknete Läuse auf dem Markt kaufen. Mir hat man das mal angedreht um Idas Blasenentzündung zu kurieren. So ein kleines Säcklein für 1 Sol.

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