Seit einer Woche ist es hier in Cusco bestes Wetter, wie es sein
soll, Sonnenschein und strahlend blauer Himmel. Somit ist es auch in unserer
Wohnung gut aushaltbar. Im Büro doch noch nicht ganz, aber ein paar Stunden
frieren geht ja noch, wenn man nachher heim ans Warme kann.
Das Wetter scheint unser Wohlbefinden stark zu beeinflussen
und wir sind viel zuversichtlicher und besser gelaunt als die letzten Wochen.
Ida hat zwar eine Schnudernase und immer noch diesen blöden Windelausschlag,
aber sonst sind wir gesund.
Unsere Wohnung wird immer wohnlicher – wir haben unterdessen
Teppiche und auch immer mehr Küchenausrüstung , Ida hat die Wände heimelig
bemalt (!!) und bald sollen auch die Vorhänge geflickt werden. Wir wissen
langsam, wo wir welche Dinge besorgen können, die uns wichtig sind. Zum Beispiel
haben wir Karl-Heinz und Gudrun kennengelernt, ein deutsches Landwirts-Paar,
das hier in Cusco seit 30 Jahren ein Restaurant führt und eben auch selber
Joghurt und Quark macht und verkaufen. Die Milchprodukte hier sind sonst
wirklich nicht besonders gut, alle Milch UHT oder kondensiert, Yoghurt extrem
gesüsst etc. Jetzt essen wir ca 3l Yoghurt pro Woche. Andere Nahrungsmittel
vermissen wir leider immer noch: Vollkornmehl, Vanilleschoten (hier gibt’s nur
Essencia de Vainilla – ganz chemisch), frische Hefe, Rahm, Vermicelles, Cervelat,
Rivella… :-)
Ich gehe jetzt1x pro Woche ins Yoga und am Wochenende wollen wir ein paar Fitness-Center in der Umgebung anschauen. Die Sportarten, die wir bis jetzt ausgeübt haben, sind hier schwer möglich: Klettern – Mangel an Felsen, Haken und Kletterpartnern; Joggen – man fällt sehr auf, es geht steil bergauf/bergab in 3400m Höhe, es ist um 6 pm dunkel, die Luft in der Stadt ist extrem schlecht und man kann nirgends unterwegs duschen; Badminton - ???!; Schwimmen – es gibt quasi keine Hallenbäder etc.
Ich gehe jetzt1x pro Woche ins Yoga und am Wochenende wollen wir ein paar Fitness-Center in der Umgebung anschauen. Die Sportarten, die wir bis jetzt ausgeübt haben, sind hier schwer möglich: Klettern – Mangel an Felsen, Haken und Kletterpartnern; Joggen – man fällt sehr auf, es geht steil bergauf/bergab in 3400m Höhe, es ist um 6 pm dunkel, die Luft in der Stadt ist extrem schlecht und man kann nirgends unterwegs duschen; Badminton - ???!; Schwimmen – es gibt quasi keine Hallenbäder etc.
Bei der Arbeit ist es immer noch eher schwierig – aber wir
sind ja auch immer noch in der Eingewöhnungsphase. Wissen wir schon, und haben
auch noch Geduld. Sie lassen uns halt schon einfach selber irgendwas machen und
da wir keinen konkreten Auftrag haben, ist das ziemlich schwierig. Wir lesen
tonnenweise Dokumente, die aber zum Teil nicht mehr aktuell sind und haben
keine Ansprechpartner für Fragen. Langsam kennen wir immerhin die Gesichter und
auf die erste Monatswoche, wo alle vom Feld für die Sitzungen nach Cusco
kommen, ergibt sich vielleicht auch wieder die eine oder andere Gelegenheit mit
jemandem ins Gespräch zu kommen oder mal irgendwo mitgehen zu dürfen. Im Juni
ist für mich erschwerend dazugekommen, dass die Krippe die Hälfte der Zeit
ausgefallen ist wegen den ganzen Feiertagen und ich dann auch nicht arbeiten
konnte. So kommt man natürlich nicht vorwärts.
Auch nicht ganz einfach ist es so stark aufeinander
angewiesen zu sein. Wir haben bisher fast keine anderen Kontakte als einander.
Da lastet ziemlich viel Druck auf der Partnerschaft. Mit Ida sind wir dann
nochmal mehr an zu Hause gebunden, können nicht einfach gehen, wann wir
wollen…Aber ich muss sagen, ich bin positiv überrascht von uns :-). Wir gehen das Ganze
überraschend praktisch an und können uns auch wirklich gegenseitig unterstützen
und gut zureden, wenn es dem einem grad zuviel ist.
Es kann sich also noch viel verbessern – WIR können noch
viel verbessern – aber wir sind überhaupt nicht am verzweifeln. Es tun sich Dinge, verändern sich, entwickeln sich. Irgendwann werden wir uns hier schon zu Hause fühlen.
Liebe Grüsse an euch liebe Blog-Leser von uns aus Cusco!!
Liebe Grüsse an euch liebe Blog-Leser von uns aus Cusco!!
| auf der Heimfahrt von Ollentaytambo letzten Sonntag |
Oh, das freut mich sehr! Vieles scheint wirklich nicht ganz einfach zu sein, aber ihr macht das super!
AntwortenLöschenGanz liebe Grüsse aus der heute verregneten Schweiz,
Anna