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| Vikunjas im Nationalpark Reserva Nacional Salinas - Aguada Blanca |
Das Tier, das man wohl am meisten mit Peru in Verbindung
bringt, ist das Lama. Das Lama und die anderen Vertreter der Andenkamele – das Vikunja,
das Alpaka und das Guanako – leben im Andengebirge zwischen 2500 und 5500 m ü.
M. Ihr Herz ist bis zu 50% grösser als das von anderen Säugetieren vergleichbarer
Grösse und sie können mehrere Tage ohne Wasser auskommen. Für die indianische
Hochlandbevölkerung hatten/haben sie auf verschiedene Weisen eine sehr grosse
Bedeutung: als Lasttiere, das Fleisch als Nahrung, die Wolle für Kleidung und
andere Stoffe und der getrocknete Dung als Brennmaterial.
Alpakas (Lama guanicoae
pacos), Lamas (Lama guanicoae glama),
Vikunjas (Vicugna vicugna) und
Guanacos (Lama guanicoe) gehören tatsächlich
zusammen mit den Dromedaren und Kamelen (Gattung Camelus) zur Familie der
Kamele (Laurasiatheria; Artiodactyla; Camelidae)
und werden auch Neuweltkamele genannt. Alle Kamele haben an den Füßen
Sohlenpolster (Tylopoden), und ihre Oberlippe ist gespalten und sehr beweglich.
Bei den Andenkamelen ist es so, das sich alle 4 „Arten“ untereinander paaren
können. Das führt dazu, dass man den Ursprung der domestizierten Formen auch
mittels DNA-Analysen nicht einwandfrei feststellen kann. Wahrscheinlich ist es
aber so, dass Lamas hauptsächlich von Guanacos abstammen und Alpakas von Vikunjas.
Hämoglobinanalysen widersprechen allerdings dieser Theorie.
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| Lamaherde |
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| Lama |
In Rangkämpfen untereinander können sich die Lamas mit erstaunlicher
Treffsicherheit sauren, grünen Mageninhalt anspucken. Leider habe ich das noch
nie gesehen.
| Aus dem "Correo" von Arequipa 25. April 2013 |
In manchen Andenvölkern wird sein Fell zu kunstvollem
traditionellen Gewändern verarbeitet. Offenbar benutzt man dazu nur Babyfelle.
Die Färbung der Tiere ergibt dabei sehr spezielle Muster. Ich habe selber noch kein Guanaco gesehen und deshalb auch noch keins fotografieren können. Hier könnt ihr aber Photos anschauen und auch grad noch ein bisschen mehr Informationen finden. In der Region Arequipa sind sie aber offenbar daran bessere Schutzprogramme für die Guanacos zu organisieren.
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| Vikunja |
Das Vikunja lebt in kleinen Herden mit einem Männchen (auf
spanisch: Macho) und vielen Weibchen. Daneben leben freie Gruppen von
geschlechtsreifen Männchen, die in keinem Familienverband mehr geduldet werden
und die auf ihre Gelegenheit warten, einem alternden Familien-Macho seine
Weibchen abzuluchsen.
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| Alpakas |
Das Alpaka liegt von Grösse und Gewicht her so etwa in der Mitte (75kg, 90cm Schulterhöhe). Es lebt als Haustier (oder äh Stalltier, vielleicht eher?), zunehmend auch in Europa. Wie das Lama kann es alle möglichen Farben haben. Es liefert jährlich bis zu 3 kg Wolle. Bei den Alpakas kennt man zwei Typen: Das Huacaya-Alpaka, das dichte und füllige Wolle hat, die gekräuselt ist, und das Suri-Alpaka (ob sich Tom Cruise wohl bei den Alpakas hat inspirieren lassen?): Es hat dagegen ein eher lockiges Fell.
Suri-Alpakas sind sehr viel seltener als Huacaya-Alpakas, sie machen nur
etwa zehn Prozent der Tiere aus.
Ausser der Wolle wird das Alpaka auch als Fleischproduzent gezüchtet. Wir haben das auch schon mal gegessen und es war sehr gut, aber ich habe nicht gemerkt, dass es anders schmeckt als zum Beispiel Rind. In Europa wird das Alpaka wegen seines sanften Gemütes vermehrt in der tiergestützten Therapie eingesetzt.





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